Wer bin ich?

Dich selbst finden bedeutet: FÜHLEN.

"Aber ich bin doch ein fühlender Mensch!" wirst Du denken. Vielleicht denkst Du "Manchmal fühle ich sogar viel zu viel!"

Ja, wir sind alle fühlende Menschen. Im Schmerzhaften kennen wir bestimmte Gefühle als  Spurrillen, in die wir immer wieder hineinrutschen können. Die Melancholischen fühlen sich in ihren schmerzvollen Tiefen. Andere kennen die Verunsicherung und die Angst. Oder den Ärger und die Wut. Und manchmal spüren Menschen Gefühle eher als Körperphänomene (die enge Brust / der schmerzende Bauch / die hochschießende Energie / ...).

Irgendwie fühlen wir alle. Doch WIRKLICH FÜHLEN  bedeutet, in eine tiefere Schicht unseres Fühlens einzutreten. Näher bei Dir selbst, in einem lebendigen Fluss aller Gefühle. Wenn Deine Gefühle freier werden, geschieht etwas Wundervolles: Du spürst wieder mehr von Deiner inneren Sonne. Du wirst nicht mehr fragen: "wer bin ich?".

  

Du wirst einfach fühlen ... was Dich berührt ... was Dir gut tut ... wo Du Dich wohlfühlst ... wo Du hinwillst ... was Dich begeistert.  

Wir sind gewohnt, das Leben aus dem Kopf heraus zu erschaffen

Das ist Konditionierung. Wir wurden schon früh konditioniert: was wollten/sollten wir nicht alles sein: ... für die Eltern, Schule, Freunde, ...  Wir lernten Bilder von uns kennen, die wir für die Wahrheit hielten. 

 

Vielleicht baust Du eines Tages Deine Bilder um. Du bist nicht mehr bereit, den Bildern zu folgen, die andere in Dich eingepflanzt haben. Du suchst Deine eigenen. WAS willst Du jetzt sein? Doch ... sind Deine neuen Bilder wirklich-wirklich (In Deinem tiefsten Inneren) das, womit es Dir gut geht?

 

 

Was, wenn Du Dein Ziel erreicht hast? Wenn Du eine Person bist, die viel vom "Richtigen" zu bieten hat? Du stürzt Dich damit ins Leben. Und doch wird es vielleicht schal ... irgendwann. Ist das nun das Leben? Etwas Neues muss her. Was willst Du als nächstes sein?  

Und dann gibt es Momente, in denen Dich das Lächeln eines anderen Menschen mitten ins Herz trifft.

 

 

 

Ein Blick,  der Dich hinter den Bildern von Dir selbst berührt. Und Du spürst, was Du wirklich suchst: nicht die Bilder. Sondern das, was ist.  

 

Für einen Moment beginnen Deine verletzlichen Anteile Hoffnung zu schöpfen. Dass Du sie wahrnimmst. Dass Du sie willkommen heißt. Dass sie ins Leben dürfen.

Wenn Du den Weg weitergehst, beginnt etwas Neues

Zunächst spürst es kaum, denn Du ringst mit Deinen Altlasten. Die verletzlichen Anteile melden sich mit ihrem Schmerz. Das so lange Weggeschobene will da, wo es entstanden ist, gefühlt, geklärt und verarbeitet werden. Das kann wehtun. Es kann Dich davon abhalten, weiterzugehen.

 

Und überhaupt: sollst Du es riskieren, diese zarten, verletzlichen Anteile ins Leben zu holen? Sie sind noch unsicher, unausgewogen, unruhig. Zu lange lebten sie im Dunkeln. Willst Du wirklich für sie da sein? 

 

Aber Du ahnst etwas, für das Du keine Worte findest. Wenn Du weitergehst, wird es irgendwann mehr. Und Du beginnst, es zu fühlen ... in einem Sonnenaufgang. In einer Knospe im Frühling, in leichten Berührung, einem Lächeln. In der Begegnung mit Menschen, die sich wirklich sehen.

 

In Deiner Sehnsucht, Dich PUR zu zeigen ... jenseits Deiner Rollen und Masken. In Deiner Sehnsucht, Dich dem Zauber des Lebens auf einer tieferen Ebene zu öffnen. 

Kommentar schreiben

Kommentare: 0